© ARENA, Simon Back

Bergbahnen Kitzbühel setzen weiterhin auf ARENA

25.08.20
Ein Interview mit Mag. Anton Bodner und Florian Wörgetter (Quelle: Mountain Manager)

Die Bergbahn AG Kitzbühel setzt in der SchneehöhenMessung weiterhin auf ihren langjährigen Partner ARENA. Vorstandsvorsitzender Mag. Anton Bodner und der technische Leiter Florian Wörgetter erklären im Interview, warum sie sich nach einer Evaluierungsphase erneut für das Salzburger Unternehmen entschieden haben.

 

Herr Mag. Bodner, Herr Wörgetter, die Bergbahnen Kitzbühel arbeiten bereits seit vielen Jahren mit ARENA zusammen und haben sich nun nach einer Evaluierungsphase erneut für ARENA entschieden. Was war dafür ausschlaggebend?

Es findet eine ständige Weiterentwicklung innerhalb der Bergbahn AG Kitzbühel statt, um den steigenden Qualitätsansprüchen unserer Kunden Rechnung zu tragen. Das fachliche Know-how von ARENA unterstützt uns dabei. Außerdem erfahren wir Verlässlichkeit durch eine stabile und funktionierende System-Software. Der Support-Service ist sehr kundenorientiert. Kundenwünsche werden rasch und unbürokratisch umgesetzt. Es gibt eine gewachsene Struktur und das System ist für unseren Anwendungszweck das kompletteste.

 

Im letzten Jahr haben Sie auch Fremdsysteme getestet. Was sind für Sie die klaren Vorteile der Lösungen von ARENA?

Wir sehen hier folgende Vorteile: Als schlankes, agiles Unternehmen, das auf Inhouse-Entwicklungen setzt, kann ARENA unsere Wünsche sehr rasch umsetzen. Zudem haben wir die Möglichkeit, Lösungen mit- und weiterzuentwickeln. Hinzu kommt die Reduktion von Programmschnittstellen sowie ein funktionierendes Gesamtsystem (Schneehöhenmessung – Schneeerzeugung – GIS).

 

Herr Wörgetter, was schätzen Sie und die Fahrer an den ARENA Systemen? Ist die Entscheidung für ARENA eine, die auch von der Mannschaft gestützt wird?

Ja, auf jeden Fall. Die Pistenmaschinen-Fahrer schätzen die hohe Verfügbarkeit und den großen, übersichtlichen Bildschirm mit hoher Auflösung. Neben den oben genannten Punkten überzeugt uns die einfache Software-Sprache und leichte Verständlichkeit. Auch die Dienstleistungen im Bereich der Datenverwaltung und -pflege sind von hoher Qualität und eine hilfreiche Unterstützung.

 

Wie viele Maschinen haben Sie aktuell mit der SchneehöhenMessung ausgestattet? Planen Sie hier einen weiteren Ausbau?

Wir haben bereits weiter aufgestockt. Ab Herbst 2020 sind bei uns 35 Systeme im Einsatz. Es ist kein weiterer Ausbau vorgesehen, denn das entspricht quasi einem Vollausbau. Es ist jedoch ein periodischer Austausch alter Komponenten notwendig.

 

Sie nutzen, wenn ich richtig informiert bin, auch sehr bewusst das Tool des ARENA MasterPlans, das bereits vor Beginn der Saison Soll-Schneehöhen für jeden Pistenabschnitt festlegt. Welche Vorteile ergeben sich für Sie daraus? Konnten Sie dadurch Ihre Pistenqualität und Ressourcenschonung optimieren?

Die Grundlagen des MasterPlans bildet eine genau definierte Beschneiungsstrategie und die Aufteilung sämtlicher Pisten in Prioritäten sowie genau definierte Schneehöhen in Hinblick auf Seehöhe und Pisten-Exposition. Daraus ergeben sich ein exakter Wasserbedarf pro Schneeerzeuger und eine Reihe von Vorteilen:

- Pistenpflege bei minimaler Schneeauflage

- gleichmäßige Verteilung des technisch erzeugten Schnees

- Einsparungspotenzial bei Wasser und Energie durch gezielte Schneeerzeugung

- Zeitreduzierung der Schneeproduktion.

Zusammenfassend kann man sagen: Es wird nur so viel Schnee produziert wie erforderlich. Das System ermöglicht einen frühen Saisonstart, ist ressourcenschonend und gewährleistet gleichzeitig eine hohe Pistenqualität über die gesamte Wintersaison. Auch die jährlichen Betriebskosten können wir so reduzieren.

 

Wie kann man sich die Arbeit mit dem MasterPlan im Detail vorstellen?

Es gibt ein digitales Geländemodell und eine GPS-basierte SchneehöhenMessung, was eine ressourcenoptimierte Schneeproduktion sowie Controlling & Optimierung der Soll-Ist-Schneehöhen ermöglicht. Konkret werden drei Stufen abgewickelt:

  1. Im ersten Schritt erfolgt die Erstellung/Aktualisierung des digitalen Geländemodells. Es dient später als Referenzmodell für die SchneehöhenMessung.
  2. Im zweiten Schritt werden im MasterPlan die Soll-Schneehöhen sämtlicher Pisten festgelegt/aktualisiert. Bei der Pistenpräparierung werden später die tatsächlichen Schneehöhen ermittelt und mit den Werten im MasterPlan verglichen (Soll-Ist-Abgleich).
  3. Im dritten Schritt folgt die Steuerung der Schneemaschinen entsprechend der aktuellen Daten und der Import der gewünschten Schneehöhe. Dabei berechnen wir die effektive Menge (Wasser und Schnee).

 

Dank der Management-Plattform WebGIS verfügen Sie am Ende der Saison über jede Menge Schneehöhendaten für Ihre Analyse. Haben Sie etwas entdeckt/sich etwas vorgenommen, das Sie in der kommenden Saison noch verbessern möchten?

Das ARENA WebGIS gibt uns flächendeckend die Möglichkeit, durch Berechnung einer Pisten-Ideallinie sogenannte „Schneefresser“ zu erkennen. Damit sind Gräben, Geländemulden, Böschungen, Wegkanten usw. auf beschneiten Pistenflächen gemeint, die laufend und konsequent durch kleinflächige Pistenadaptierungen behoben werden können. Das haben wir uns vorgenommen.

 

Wie sehen Sie die Rolle der SchneehöhenMessung im Kontext des Klimawandels und der zunehmenden Sensibilität der Gäste für dieses Thema?

Ein respektvoller Umgang mit der Natur genießt generell höchste Priorität bei der Bergbahn AG Kitzbühel. Daher war ein wesentlicher Faktor im Entscheidungsprozess für unser SchneehöhenManagement-System, die Interessen von Ökologie und Wirtschaftlichkeit im Sinne der Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die Schneeerzeugung und Bewirtschaftung der Pisten ist zentimetergenau durchdacht. Dadurch gelingt es uns, Ressourcen zu schonen bzw. den Verbrauch von Wasser und Energie sowie den zeitlichen Aufwand für die technische Beschneiung zu reduzieren. Dies alles passiert bei gleichbleibend hoher Pistenqualität.

Vielen Dank für das Gespräch!

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